Als nach einigen Updates mehrere Programme keine Internet-Verbindung mehr aufbauen konnten, hatte ich zuerst einen Einbruchsverdacht. Nach einer kurzen Analyse der Situation konnte das Problem auf Java eingegrenzt werden. Ein wenig (oder mehr) Suche im Internet führte auf ein DNS-Auflösungsproblem. Betroffen sind (nur 64bit?) Maschinen mit IPv6 Verbindung. Abhilfe würde die Installation von “lib32nss-mdns” bringen. Da ich ein “sauberes” 64bit System haben möchte ist dieses keine Option.
Je nach Anwendung habe ich Workarounds implementiert:
JavaWS (Java im WebBrowser):
echo "deployment.javaws.jre.0.args=-Djava.net.preferIPv4Stack\=true" >> $HOME/.java/deployment/deployment.properties
Applikationen die direkt auf “/usr/bin/java” zurückgreifen:
cd /usr/bin
mv java java.orig
echo -e '#!/bin/bash\n/usr/bin/java.orig -Djava.net.preferIPv4Stack=true $*' > java
chmod 755 java
Applikationen die $JAVA_OPTS auslesen (z.B. josm):
echo 'export JAVA_OPTS="-Djava.net.preferIPv4Stack=true"' >> $HOME/.bashrc
Dieses Problem tritt wohl nicht auf, wenn man 32 Bit vom Prozessor (64 – 32 = 32) und 96 Bit der IP-Adresse (128 – 32 = 96) ungenutzt lässt.